BMVIT: Direktvergabe und Effizienz

Direktvergaben durch die öffentliche Hand, speziell im Schienen-gebundenen Personen-verkehr sind einer der zentralen Zankäpfel in der österreichsichen Verkehrspolitik. Von der SPÖ emotional verteidigt, von der ÖVP heftig angegriffen, scheinen sie sich einer seriösen ökonomischen Diskussion zu entziehen.

Ein große Enqute im Österreichischen Parlament (SP-Klub) am 13. September 2017 hat sich nun mit den politischen und ökonomischen Optionen im ÖPNRV beschäftigt. Ausschreibungen mit Billigstbieter-Prinzip wurde hier eine deutliche Absage erteilt. Wie Mainland-Geschäftsführer Ron Scheucher im Rahmen der Enquete ausführte, ist in Frage zu stellen, ob Marktlösungen dieser Art die gesamtwirtschaftliche Effizienz erhöhen. Vielmehr können Konstellationen in den Kostenstrukturen der einzelnen Anbietern dazuführen, dass aus dem Kalkül der gesamtwirtschaftlichen Effizienz heraus größere Anbieter in der Systemindustrie Eisenbahn zu bevorzugen sind.

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